Start MC-LUSS Reiseberichte Österreich Clubreise September 2008
Österreich Clubreise September 2008 PDF Drucken

 

 

Einmal Wien und wieder zurück……

Die Mitglieder des Motorradclubs MC Luss in Schindellegi unternahmen Anfang September zusammen eine spezielle Clubreise. Sie fuhren mit dem Zug nach Wien und mit ihren Motorrädern auf Umwegen zurück nach Hause.

Schindellegi. – Als sich die zwölf Motorradfreunde des MC Luss mit ihren Motorrädern am 2.September abends um 19.30 Uhr auf den Weg ins österreichische Feldkirch machten, glaubte wohl niemand daran, wie gut und schön sich alles in dieser Woche noch entwickeln würde.


Ungemütliche Nachtfahrt

Nachdem mit vereinten Kräften und mithilfe der österreichischen Bahnangestellten die Motorräder aufgeladen und fachgerecht angebunden waren, ging es los: Pünktlich und mit allen Teilnehmern rollte der Nachtzug aus dem Bahnhof Feldkirch in Richtung Wien. Nach acht Stunden mühevoller und fast schlafloser Fahrt erlöste uns endlich der Lautsprecher mit der Durchsage: „Wien, Bahnhof-West, Endstation“.


Stadtbummel durch die Mozartstatt

Unter blauem Himmel erkundeten wir die wunderschöne Stadt Wien mit all ihren vielen Sehenswürdigkeiten, den Kaffeespezialitäten und der echt wienerischen Herzlichkeit. Dennoch waren wir schliesslich froh, uns auf unsere Töffs schwingen zu können und den Stress und den hektischen Stadtverkehr hinter uns zu lassen. Wir verliessen Wien in Richtung Burgenland. Vor uns lagen fast 1500 Kilometer Landstrassen, die uns durch Täler, über Pässe, an Burgen, Reben und Kürbisfeldern vorbeiführen sollten.


Reise in fünf Etappen unterteilt

Mit der Sonne als ständiger Begleiterin fuhren wir gemütlich der österreichisch-ungarischen Grenze, später an der österreichisch-slowenischen Grenze entlang, und schliesslich machten wir noch einen Abstecher ins Südtirol. Unsere Route hatten wir bereits zu Hause in fünf Etappen unterteilt.

Keiner von uns dachte vorgängig daran, was Österreich kulturell und kulinarisch zu bieten hatte. Das Burgenland mit seinen Burgen, die Steiermark mit ihren Trauben und den Buschenschanks (kleine Weinbauerbetriebe, die nur ihre eigenen Produkte verkaufen dürfen – so eine Art Schweizer Besenbeiz), Kärnten mit seinen Ölpressen und Weinstrassen, sowie das Tirol mit den vielen Touristenorten.

Der Abstecher ins Südtirol konnte ebenfalls als Volltreffer bezeichnet werden. In den Dolomiten mit den vielen kurvenreichen Alpenpässen konnten wir unser Hobby so richtig ausleben. Sogar das Timmelsjoch auf 2509 Meter über Meer überquerten wir unter passablen Bedingungen, was nicht gerade alltäglich ist – Regen, Nebel oder gar Schnee sind hier eher die Regel.


Regen ganz zum Schluss

Auch der letzte Tag unserer Reise konnte unser Stimmung nicht trüben. Auf unserem Programm stand die traumhafte Silvretta-Hochalpenstrasse. Doch leider regnete es zu stark, und somit hatte es keinen Sinn mehr, unsere bis dahin geniale, pannen- und unfallfreie Reise zu gefährden. Wir ent-

schlossen uns kurzfristig, auf der Autobahn den direkten Weg nach Hause zu nehmen.

Durchnässt und dennoch überglücklich ging unsere Exkursion ins Nachbarland Österreich zu Ende. Es war noch viel schöner, als wir es zu hoffen gewagt hatten. Diejenigen, die leider nicht mitkommen konnten, hatten wirklich etwas verpasst.

T.K.

 

Witz des Tages